POSITIONS – 44 | Glanz und Gloria
Gruppenausstellung | Beatrice Müller – Andreas Streicher
Ausstellungsdauer: 05.02.26 – 11.02.26
In der Ausstellung „Glanz und Gloria“ begegnen sich Bild, Objekt und Bedeutung in einer feinsinnigen Spannung zwischen Explosion und Eleganz, Materialität und Erinnerung.
Die Positionen von Beatrice Müller, Beatrinze Müller und Andreas Streicher entfalten ein dialogisches Spiel zwischen zeitgenössischer Bildsprache und symbolisch aufgeladenen Objekten.
Andreas Streicher ist mit einem sogenannten Sprengbild vertreten – einer Arbeit, in der sich Energie, Fragmentierung und kontrollierter Zufall zu einer bildnerischen Verdichtung verbinden. Das Werk trägt die Spur einer Explosion in sich und wird zugleich zum stillen Zeugnis eines Moments maximaler Spannung: zwischen Zerstörung und Formwerdung.
Dem gegenüber steht die Arbeit „Glanz und Gloria“ von Beatrice Müller – ein eigens entwickeltes Kunstobjekt in Gestalt eines Weinglases, dessen Fuß von einem goldenen Ring mit farbigen Turmalinen umschlossen ist. In dieser Arbeit verschränken sich Schmuck, Gefäß und Skulptur zu einer poetischen Einheit.
Für Beatrice Müller ist Kunstgenuss und Weingenuss ein verwandtes kulturelles Erlebnis: Beide verlangen Zeit, Aufmerksamkeit und Bereitschaft zur Wahrnehmung. Ihr Werk versteht sich als Brücke zwischen Bild und Ritual, zwischen Anschauen und Erleben. Das Glas wird zum Träger von Erinnerung, der Ring zum Zeichen der Wertschätzung – für den Moment, für das Bild, für das Leben.
In der Vorstellung der Künstlerin kann das Objekt gemeinsam mit dem Werk von Andreas Streicher erworben werden:
Das Bild bleibt an der Wand –
das Glas wird zur tragbaren Erinnerung,
zur materiellen Verlängerung des visuellen Erlebnisses in Gold, Stein und Berührung.
So entsteht ein stiller Dialog:
Explosion und Edelstein,
Sprengung und Ring,
Bild und Genuss.
„Glanz und Gloria“ fragt nach dem Wert von Kunst – nicht im ökonomischen Sinn allein, sondern als Erfahrungsraum zwischen Sinnlichkeit, Symbol und Zeit. Die Ausstellung verbindet zeitgenössische Malerei mit Objektkunst und öffnet einen Raum, in dem Wahrnehmung, Material und Ritual neu gelesen werden können.
Besonderheit: Galeriegespräch: Dienstag, 10. Februar 2026, von 15 bis 16 Uhr in Galerie II.
Öffnungszeiten:
Mo – Sa: 9 bis 18 Uhr
Sonntag geschlossen
